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tohuwabohu

Ernst Jandl ruft: jazz me, if you can!

We can! Und wie! Zwischen dem 11. und 13. August, nah seinem 81. Geburtstag, treffen sich im Wuppertaler Schloss Lüntenbeck die Generationen der Jandl-Musik: Dieter Glawischnig, der 1966 die Musik zu Jandl und Jandl zur Musik gebracht hat und die Gruppe Cercle, deren Mitglieder ebenfalls mit dem Wortmeister selbst auf der Bühne standen, haben mit Dietmar Mues einen Interpreten gefunden, der ihnen mehr als nur den Jandl macht. Auch Lauren Newton und Bertl Mütter haben mit Jandl zusammen gespielt und auch sie haben genug von ihm aufgesogen und genug eigene Energie, um ohne ihn weiterzumachen. Die eine nutzt die Stimme (ist das noch Stimme?), der andere ein Instrument (Instrument?). Das Dresdner Statttheater Fassungslos steht zwischen den Alten und den Neuen und überhaupt zwischen vielem: Die musikotheatrale Gruppe mit dem breiten Spektrum wurde noch von Jandl persönlich gesegnet. Und dann die Enkel – wie so oft um einiges ungezogener als ihre Vorfahren: sonorfeo und stadler/heinrich – jeweils mit Heimrecht im Bergischen – zeigen, was passiert, wenn man ganz unabhängig von Jandl jandlt – und dabei auch noch improvisiert.
A propos Impro: All diese vortrefflichen MusikerInnen auf einem Haufen, wer weiß, was da das Festival krönt?
Apropo krönt: Erwin Grosche, legitimer Nachfolger von Hanns Dieter Hüsch und tief in Jandl verliebt, moderiert an beiden Abenden die Konzerte.  [... mehr]

 

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Matthias Nahmmacher
In den Stöcken 1
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Gestaltung: SIGNUM Design & Kunst, Wuppertal 2006